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Bautagebuch

Bautagebuch

04.08.2006 Grundstückskauf

Nach Klärung der Bebaubarkeit mit den beteiligten Behörden, insbesondere die Wasser- und Naturschutzbehörde entscheiden wir uns für den Kauf von 1 ha Pferdekoppel mit einem kleinen Baugrundstück davor. Problematisch sind der Strommast und die unterirdisch verlegte Stromleitung.

10.09.2006 Erster Spatenstich

Die Position der Gebäude wird mit Bändern markiert, nachdem die vorhandene Wasserleitung des Pumpwerkes gefunden wurde. Der Strommast wurde mittlerweile nach intensivem Schriftverkehr durch den Stromversorger zurückgebaut.

10.11.2006 Pflanzaktion

Vor dem Winter werden noch die gemäß den Auflagen der Naturschutzbehörde geforderten 5 Obstbäume und 40 Sträucher gepflanzt. Dabei kommen nur regional übliche Gewächse (Haselnuss, Sanddorn, Weißdorn, Schlehen, u.ä.) in Frage. Die Bäume erhalten einen Dreierbock mit Jutestrick und ein Drainagerohr. Keinesfalls darf man das Pflanzballen aufschneiden oder zu tief eingraben.

20.11.2006 Radiästhetische Untersuchung

Die geplante Gebäudeanordnung wird von einem Heilpraktiker, der Geomantie-Erfahrung hat, mit einer Lecher-Antenne auf elektromagnetische Einflüsse von Wasseradern und anderen Störfeldern untersucht. Die Positionen wurden markiert und mit unserer Planung abgeglichen.

 

01.12.2006 Füllboden

Die Weide wird mit 300 cbm Füllboden aufgeschüttet, nachdem der Mutterboden vorher verschoben wurde. Dazu wird er lagenweise verdichtet und nivelliert bis zur Unterkante der späteren Dämmebene. Darauf wird im Bereich der späteren Wege eine Tragschicht aus recycelten Schotter aufgebracht.

 

12.12.2006 Hausanschlüsse

Kurz vor Weihnachten erhalten wir noch unseren Strom- und Wasseranschluss. Das Elektrokabel wird mit Überlänge für den späteren Hausanschluss eingebaut und für das Wasser erhalten wir einen gedämmten Wasserzählerschacht mit automatischem Entleerungsventil für die Winternutzung.

15.12.2006 Modell

Der Entwurf wurde aufgrund der geomantischen Untersuchungen ein letztes Mal überarbeitet. Der Bauantrag soll unbedingt noch dieses Jahr abgegeben werden damit wir im Frühjahr beginnen können. Die positiven Stellungnahmen der Natur- und Wasserschutzbehörde liegen mittlerweile vor.

15.01.2007 Kompost

Der magere märkische Sandboden erhält im Bereich der Pflanzungen auf dem Mutterboden ökologische Komposterde vom ortsansässigen Berghof Peters www.biobauernkompost.de

27.01.2008 Bauwagen

Über die Zweite Hand www.zweitehand.de kaufen wir für € 500.- einen Bauwagen, der uns in den nächsten Monaten den ersten Anlauf- und Schutzpunkt auf dem Grundstück bietet. Durch den Stromanschluss haben wir sogar Licht, Heizlüfter und Kaffeemaschine.

27.04.2007 Grobplanum

Nach Vorlage der Baugenehmigung beginnen im April die Erdarbeiten. Nach dem Einmessen der Eckpunkte durch das Vermessungsbüro Holger Isecke www.geo4u.de wird mit einem Minibagger das Grobplanum erstellt.

27.04.2007 Feinplanum

Beim Feinplanum wird zuerst mit einer Harke die Fläche gerade gezogen und die Höhen kontrolliert, anschließend wird der Boden mit einem Rüttler verdichtet. Aufgrund der Trockenheit haben wir den Boden zwischenzeitlich gewässert.

03.05.2007 Grundleitungen

Danach werden die Grundleitungen höhengerecht eingebaut. Neben den Strom- und Wasserleitungen werden KG-Rohre als Verbindung zwischen den beiden Häusern eingebaut. Für die Zuluft der Lüftungsanlage verlegen wir eine 150 mm Leitung bis zur Wiese, um die Zuluft vorzukühlen oder vorzuwärmen. Im Vordergrund sind der Wasserzählerschacht und das Entleerungsventil zu sehen.

09.05.2007 Schaumglasschotter (Lieferung)

Auf den verdichteten Untergrund wird eine Lage Textilflies gelegt, dabei großzügige seitliche Überstände lassen. Die Lieferung des Schaumglasschotters erfolgte durch Schaumglas Deutschland GmbH www.sgag.de als loses Schüttgut und in Big-Bags.

10.05.2007 Schaumglasschotter (Logistik)

Der Schaumglasschotter muss manuell verteilt werden mit Schubkarre, Schneeschaufel und Harke. Der Radlader zerdrückt das poröse Material sofort und ist nur geeignet zur Grobverteilung. Seitlich mit Bohlen die spätere Höhe begrenzen und gleich mit Erde hinterfüllen.

16.05.2007 Schaumglasschotter (Verdichtung)

Nach der Nivellierung muss der Schaumglasschotter gemäß Prüfzeugnis mit einem kleinen Rüttler verdichtet werden. Dabei führt zu viel Verdichtung zur Minderung des Dämmwertes. Unser Prüfstatiker hat sich mit dem maszlichen Verdichtungsnachweis begnügt.

31.05.2007 Bodenplatte

Auf den verdichteten Schaumglasschotter kommt ein weiteres Textilflies wieder mit reichlich Überstand. Da der Schaumglasschotter 30 cm über die Bodenplatte hinausragt sind keine Fundamente erforderlich. Die Einschalung und Bewehrung der Bodenplatte erfolgt auf dem Textilflies.

08.06.2007 Aufkantung

Die Bodenplatte erhält eine 30 cm hohe und 17,5 cm breite Aufkantung um die Holzkonstruktion später 15 cm oberhalb des Pflasterniveaus zu bekommen. Dieses Detail beschäftigt wochenlang den Statiker und Prüfstatiker, da damit die Schwelle 12,5 cm in der Luft hängt und nur einseitig belastet werden kann.

26.09.2007 Schwelle

Deshalb muss die Dämmung in Foamglas www.Foamglas.de ausgeführt werden, um zumindest einen Teildruck zu übernehmen. Unter der Schwelle wurde als Ausgleichsmasse Fliesenkleber verwendet und eine PVC-Trennlage.

26.09.2007 TJI-Außenwände

Die Außenwände werden aus 30 cm breiten TJI-Trägern erstellt die auf der o.g. Schwelle stehen. Den oberen Abschluss bildet ein weiteres Schwellholz. Durch den 8 mm dünnen Flansch der Profile gibt es praktisch keine Wärmebrücke mehr in der Wand.

30.09.2007 DWD-Beplankung

Die Außenverkleidung bilden 16 mm DWD-Platten und die Innenseite 15 mm OSB-Platten. Die Wände werden später mit Zellulose gefüllt.

02.10.2007 Deckenbalken

Die Deckenbalken werden massiv ausgeführt, da sie zum Großteil später sichtbar sein sollen. Das Auflager ist auf der Schwelle und die Verankerung erfolgt mit normalen Winkelverbindern. Die Bodenplatte haben wir aufgrund der technischen Richtlinien des Schaumglasherstellers konventionell bituminös abgeklebt.

12.10.2007 Dachstuhl

Der Drempel, Giebel und die Dachsparren werden entsprechend aus TJI-Trägern gebaut, die Stiele und Pfetten sind massiv. Die Aufteilung der Felder sollte man genauestens dokumentieren und die unzugänglichen Felder bereits jetzt dämmen. Dazu bietet sich Hanf oder Flachs an.

19.10.2007 Richtfest

Nachdem die DWD-Platten auf die Dächer genagelt sind ist es Zeit für das Richtfest. Das Nebengebäude wurde bereits mit Biberschwanz eingedeckt und die Traufseite mit einer Lärchenschalung verkleidet.

28.10.2007 Holzkonstruktion

Sämtliche Stiele und Balken sind in Vollholz ausgeführt, die umschließende Außenhülle auch im Bereich der Gaube aus TJI-Trägern, so dass später die komplette Hülle mit 30 cm gedämmt ist.

20.11.2007 Fenster

Fa. Scherff www.scherfffenster.de baut die Holzfenster des Herstellers BEKRU www.bekru-werke.de mit einem U-Wert von 1,2 W/m2K inkl. Rahmen ein. Dazu wird die beste 2-fach Isolierverglasung Ug=1,1 W/m2K mit einer s.g. warme Kante eingebaut. Aufgrund der Größe der Elemente, der Verzerrung und des schlechteren g-Wertes haben wir uns gegen eine Dreifachverglasung entschieden.

01.12.2007 Biberschwanz

Auf die DWD-Platten werden Konter- und Dachlatten genagelt, wir haben einen Biberschwanz-Tonziegel von CREATON ausgewählt, der in Doppeldeckung verlegt wurde, nur im Bereich des Firstes gibt es eine Reihe Kronendeckung.

01.12.2007 Bodendämmung

Der Fußboden wird mit zwei Lagen GUTEX Holzfaserdämmplatten www.gutex.de gedämmt, die versetzt verlegt werden, um die Installationen abzudecken. Am Rand wird ein Dämmstreifen in der geplanten Putzstärke vorgesehen. Auf eine Ausgleichsschüttung wurde aufgrund der Höhensituation verzichtet.

06.12.2007 Fußbodenheizung

Das gesamte Erdgeschoss erhält eine Fußbodenheizung, die durch die Fa. Doerau www.doerau-gmbh.de verlegt wurde. Auf die Holzfaserdämmplatten wurde eine Folie verlegt, die Heizschlangen wurden mit Klipsen befestigt.

13.12.2007 Tiefenbohrungen

Für die Wärmepumpe sind zwei Tiefenbohrungen von 60 m erforderlich. Der Abstand vom Haus muss 3 m betragen und der Bohrungen untereinander 5 m. Beim Bohrvorgang wird ständig gespült, die Rohre sind jeweils 3 m lang.

17.12.2007 Leitungen für Wärmepumpe

Die Arbeiten wurden von der Fa. Geobohr www.geobohr.de ausgeführt.

13.01.2008 Wärmepumpe

Beide Häuser werden mit einer 6,5 KW Wärmepumpe der Fa. Waterkotte www.waterkotte.de beheizt inkl. des Warmwassers über einen 250 l Speicher.

 

13.01.2008 Wandheizung

Im Dachgeschoss werden ausgewählte Wände mit Heizschlangen und Lehmputz als Wandheizungen eingesetzt um jegliche Konvektionen zu vermeiden.

30.01.2008 Zellofant

Die Außenwände werden mit Zellulose von Isofloc www.isofloc.de durch die Fa. Bau-Schulze GmbH gefüllt. Damit wird ein optimaler sommerlicher und winterlicher Wärmeschutz erzielt. Sämtliche Plattenstöße wurden vorher mit SIGA-Klebebändern verklebt, die Einfülllöcher mit breiteren Pro-Clima Tapes.

30.01.2008 Zellulose

31.01.2008 Lärchenschalung

Sämtliche Traufseiten erhalten eine unbehandelte sägerauhe Lärchenschalung, die im Bereich des Satteldaches gestülpt, und im Bereich der Gauben als Boden-Deckelschalung ausgeführt wird. Die Giebel werden durch eine Unterspannbahn geschützt bis sie die Vormauerschale erhalten.

15.02.2008 Balkon

Der Tragkonstruktion des Balkons wurde aus thermischen Gründen unterbrochen und nur außenseitig auf das Schwellholz aufgelegt. Statt Stützen wird der Holzrahmen von 8 mm DETAN-Stahlstäben gehalten.

01.03.2008 Lehmsteine

Zur Verbesserung des Raumklimas und zur Wärmespeicherung werden die Innenwände aus Lehmsteinen gemauert. Dafür haben wir Grünlinge im Normalformat von Claytec www.claytec.de verwendet, die wir als Sichtmauerwerk lassen und nur noch mit einer Grundierung fixieren.

08.03.2008 Schilfrohr-Dämmplatten

An die Außenwände wird ein Putzträger aus 20 mm Schilfrohr Dämmplatten D20 von Claytec mit einem Drucklufttacker geklammert. Die Matten lassen sich in Querrichtung am besten mit einer Kreissäge schneiden. In Längsrichtung muss der Draht geschnitten und wieder geschlossen werden.

08.03.2008 Steckdosen

Darauf kommt ein Claytec Lehm-Oberputz. Durch die Aufbauhöhe von ca. 40 mm können sämtliche Elektroleitungen und Dosen direkt auf die OSB-Platten befestigt werden. Die Dampfbremse bleibt damit unberührt. In der Ecke sind die Flachstahlverankerungen der Außenwände zu sehen.

09.03.2008 Lehmputz

Der Lehm-Oberputz wird erdfeucht in einem Big-Bag angeliefert und muss nur mit einen Rührwerk mit Wasser gemischt werden. Die Verarbeitung erfolgt mit Putzkelle und Richtscheid. In die Oberfläche wird ein Flachsgewebe eingearbeitet bevor später der farbige Feinputz aufgetragen wird.

10.01.2009 Decke

Abluftrohr

 

10.02.2009 Innenwand-Installationen

Badinstallation in der Innenwand gedämmt mit Hanf und OSB-Platten mit Fliesen

 

12.03.2009 Decke-Putzträger

Erdgeschossdecke verkleidet mit OSB-Platten und Streckmetallplatten als Putztrräger und Lehmputz

 

06.04.2009 Fußbodenaufbau-Dusche

Estrich auf Holzfaserdämmplatten, Abdichtung und Heizestrich mit Fußbodenheizung

12.05.2009 Fliesenbelag

Terrakottafliesen und Lehmputz mit Lehmfarbe.

15.06.2009 Badwände

Badwände aus OSB-Platten mit einer Lage Gipskartonplatten, Abdichtung und Fliesen.

15.07.2009 Wohnraum

Innenwände aus OSB-Platten mit Lehmputz auf Schilfrohrmatten, die festgetakert werden

05.01.2010 AUSSENWÄNDE Torbogen

Die Giebelwände erhalten eine Vormauerschale aus recycelten Ziegelsteinen. Der Torbogen mit Abrisssteinen aus Stangenhagen.

27.02.2010 Westgiebel 1.Reihe

Unter der ersten Steinreihe befindet sich eine Abdichtungsbahn. Außen ist die Fundamentdämmung mit Schaumglasschotter zu sehen.

27.03.2010 Westgiebel 15.Reihe

Giebel mit Unterspannbahn und Schnurgerüsten.

03.04.2010 Westgiebel Fenstersturz

Die Fensterstürze werden betoniert und bewehrt. Die unterseitige Ziegelverkleidung mit eingebunden. Optisch ist die Wand zwar 24 cm stark, aber nur an den Rändern.

09.06.2010 Westgiebel Abschluss

Schnurgerüst und zum Abschluss eine Läuferschicht, die an der Holzkonstruktion des Giebels befestigt wird.

09.06.2010 Westgiebel Abschluss

Schnurgerüst und zum Abschluss eine Läuferschicht, die an der Holzkonstruktion des Giebels befestigt wird.

10.07.2010 Westgiebel fertig

Nach der Nivellierung muss der Schaumglasschotter gemäß Prüfzeugnis mit einem kleinen Rüttler verdichtet werden. Dabei führt zu viel Verdichtung zur Minderung des Dämmwertes. Unser Prüfstatiker hat sich mit dem maszlichen Verdichtungsnachweis begnügt.

10.07.2010 AnSicht von der gartenseite